Daniel Zürcher sucht nach Möglichkeiten, den Lunch am Arbeitsplatz optimaler zu gestalten, Susanne Zürcher will ihre Süssgelüste noch besser in den Griff bekommen.

Wie man eine Mahlzeit optimal zusammenstellt, hat das Ehepaar Zürcher inzwischen  verinnerlicht. Wenn sich die beiden zuhause beim Kochen und Schöpfen ans Tellermodell (siehe weiter unten) halten – wobei sie sich als Duo bestens gegenseitig unterstützen können –, fühlen sie sich nach der Mahlzeit schön satt und bleiben dies auch für längere Zeit.

                                      

Doch wie kann Daniel Zürcher das Tellermodell einhalten, wenn er mittags auswärts isst? «Wir haben am Arbeitsplatz keine Mikrowelle. Ich bin deshalb darauf angewiesen, etwas Kaltes essen zu können. Meistens kaufe ich schnell etwas im Laden ein, häufig Sandwiches.»

Unser Rat: Die kalte Mahlzeit im Laden selber zusammenstellen, denn dabei kann das Tellermodell ebenfalls angewendet werden. Wichtig ist dabei wiederum, die drei Teile – Gemüse, Kohlenhydrate und Eiweiss – zu berücksichtigen. Ein Beispiel: Man greift zu einem Fertigsalat (bei angemachten Salaten max. 5 Gramm Fett pro 100 Gramm), kombiniert ihn mit einem Vollkornbrötchen und Hüttenkäse, dazu ein gekochtes Ei oder alternativ zum Dessert einen Light-Quark. Auch selbst zusammengestellte Sandwiches mit magerem Inhalt (Schinken, fettreduzierter Käse, Trockenfleisch, kalter Braten) sind ok. Sie sind jedoch unbedingt mit rohem Gemüse, einem kleinen Fertigsalat und/oder einer Frucht zu ergänzen.

Das Tellermodell spielt auch bei der abendlichen Nascherei von Frau Zürcher eine entscheidende Rolle. Hält sie sich mittags und beim Familienessen am Abend daran, hilft ihr die gute Sättigung, dass die Gelüste gar nicht erst aufkommen. Diese entstehen nämlich oft, wenn über den Tag oder beim Abendessen zu wenig oder unausgewogen gegessen wird. Taucht trotz einer durchdachten Mahlzeitenzusammenstellung das Bedürfnis nach Süssem auf, hilft manchen Personen der Genuss einer Frucht. «Bei Gluscht esse ich teilweise auch Früchte», sagt Susanne Zürcher. «Nur reicht das manchmal einfach nicht aus.» Wir empfehlen ihr, in solchen Fällen auf fettarme Süssigkeiten zurückzugreifen. Sie liefern den nötigen Zuckerschub und sparen trotzdem einige Kalorien. Der Jahreszeit entsprechend wären derzeit Tirggel, Pfeffernüssli, Basler Leckerli, Magenbrot oder Vermicelles ohne Rahm eine gute Wahl.

Andrea Schrepfer, dipl. Ernährungsberaterin HF / eBalance

______________________________________________________________________________________

Lesen Sie, wie es Zürchers bei ihrer Gewichtsreduktion weiter erging:

» Nach acht Wochen

» Nach elf Wochen 

» Nach 14 Wochen